Tierhilfe mit Herz
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Die DEMODIKOSE oder "Hund trägt Brille" Durch ein zur Zeit gehäuftes Auftreten dieser Erkankung möchten wir euch mit diesem Artikel die wichtigsten Eckdaten an die Hand geben: Bei diesem Krankheitsbild nistet sich ein Parasit, die Demodex-Milbe, an den Haarwurzeln, im sogenannten Haarbalg ihres Wirtes ein. Sie vermehrt sich schnell und führt zu starkem Juckreiz. In den meisten Fällen beginnt der Haarausfall um Augen und Nase, selten an den Pfoten. Meistens fällt bei dieser "Erkrankung" die Verdachtsdiagnose bereits im Wartezimmer, denn im fortgeschrittenen Stadium sind die Symptome nicht zu übersehen: ein ganz typischer Haarausfall um die Augen, den man als Brillenbildung bezeichnet, meist stark gerötet mit massivem Juckreiz. Die Diagnostik wird optimalerweise über ein tiefes Hautgeschabsel geführt, welches aber unter Umständen zu keinem eindeutigen Ergebnis führt. So bleibt oftmals nur die Verdachtstherapie, die dann zum Erfolg führt. Beim Auftreten dieses Parasitenbefalls liegt meist eine genetische Prädisposition zugrunde, d.h. dass manche Hunde bedeutend empfänglicher für diese Lästlinge sind. Diese Patienten können auch mehrfach befallen werden - jeweils ausgelöst durch eine anderweitige Immunschwächung. Wenn die Läufigkeit einer Hündin mit all ihrem hormonellen Stress zu mehrmaligem Ausbruch einer Demodikose führt, kann die Kastration der Hündin zumindest in Betracht gezogen werden. Dass eine Bekämpfung dieses Parasiten nötig ist sollte jedem einleuchten... bei der Therapie gibt es allerdings verschieden Methoden mit Vor- und Nachteilen: Eine Möglichkeit ist die mehrfache systemische Anwendung von Ivermectin, Moxidectin und Co. - zwar mit guter Wirksamkeit, allerdings ist Ivermectin bei Collies, deren Verwandten sowie Mischlinge (mit MDR1-Defekt) nicht anwendbar! Eine mehrfache Waschung mit Amitraz-Präparaten ist möglich, wobei dieser Wirkstoff sehr aggressiv wirkt und dadurch bei manchen Zwergrassen zu nicht unerheblichen Nebenwirkungen führt. Von einer rein pflanzlichen u./o. homöopathischen Therapie ist eher abzuraten da sie meist erfolglos verläuft - diese Parasiten sind aufgrund ihrer Lokalisation wirklich sehr widerstandsfähig. Der Einsatz von Kortikoiden ist durch die immunsupprimierende Nebenwirkung als absolutes No-Go anzusehen! Durch die mögliche Vererbung der genetischen Prädisposition sollten die betroffenen Tiere nicht zur Zucht eingesetzt werden. Natürlich können hier nicht alle Details und Ausnahmen erwähnt werden, da selbst die Grad-Einteilung Seiten verschlingen würde. Daher bitte ich bei eingehenden Fragen euren Haustierarzt zu kontaktieren. Dieser wie auch alle anderen medizinischen Posts ersetzen niemals die Untersuchung durch einen Tierarzt, sondern dienen der reinen Information! Tierarzt Sebastian Goßmann-Jonigkeit

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